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23.05.2012
Projekt Trostpflaster
Hilfe im Alltag für Fürtherinnen und Fürther in Not

Gemeinsame Initiative der Fürther Wohlfahrtsverbände und der Bürgerstiftung Fürth: Unterstützung im Alltag nach plötzlicher Erkrankung oder Unfall

Fürth (11. Mai 2012) –  Frau F. ist eine rüstige ältere Dame, die alleine in einer  Ein-Zimmer-Mietswohnung in Fürth lebt. Soziale Kontakte hat sie keine, ihre Rente reicht gerade für das Nötigste. Jedes Wochenende geht sie an das Grab ihres verstorbenen Mannes. Dort passiert es an einem Sonntag: Sie stolpert, fällt und bricht sich beide Arme. Nachdem sie im Krankenhaus behandelt wurde, wird sie mit zwei Gipsarmen entlassen. Zuhause, völlig auf sich alleine gestellt, kann sie nicht einmal mehr die einfachsten Alltagsaufgaben erledigen.




Situationen wie diese sind keine Seltenheit. Für die Betroffenen eine Katastrophe, denn häufig kommt weder die Krankenversicherung noch die Pflegekasse für eine häusliche Unterstützung auf. Damit diesen Menschen schnell und fachgerecht geholfen wird, haben die Fürther Wohlfahrtsverbände AWO, BRK, Caritas und Diakonie zusammen mit der Bürgerstiftung Fürth das „Projekt Trostpflaster“ ins Leben gerufen. Es richtet sich an Fürtherinnen und Fürther mit niedrigem Einkommen, die durch eine plötzliche Erkrankung oder einen Unfall Hilfe im Alltag benötigen. „Unsere Unterstützung läuft sehr unkompliziert“, erklärt Katrin Rohm, Leitung Pflege und Soziales beim Bayerischen Roten Kreuz in Fürth. „Ausgebildete Pflegefachkräfte von AWO, BRK, Caritas oder Diakonie kommen je nach Bedarf zu der verletzten oder erkrankten Person nachhause und helfen dieser bei allen anfallenden Problemen. Das kann zum Beispiel Einkaufen von Lebensmitteln, Sauberhalten der Wohnung oder auch Körperpflege sein.“

Finanziert wird der Dienst durch die Mittel der Bürgerstiftung Fürth: Die gemeinnützige Organisation kümmert sich um die Akquise der nötigen Gelder und sichert damit die Vergütung der geleisteten Arbeit. „Pflegebedürftige Bürgerinnen und Bürger, die für die Förderung infrage kommen, sind der freien Wohlfahrtspflege bekannt. Sie beantragt die Unterstützung direkt bei uns“, so Petra Eberle, Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung Fürth. „Das heißt, die Anträge sind durch Fachleute geprüft und es ist sichergestellt, dass die finanzielle Unterstützung durch die Bürgerstiftung an die richtige Adresse weitergeleitet wird. Damit können wir garantieren, dass Spendengelder zweckgebunden verwendet werden.“ Um möglichst vielen Menschen in Fürth in ihrer Notsituation helfen zu können, bittet die Bürgerstiftung um die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger. Wer das Projekt fördern möchte, kann bei seiner Überweisung an die Bürgerstiftung Fürth den Verwendungszweck „Projekt Trostpflaster“ angeben.

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